Waldbaden

Heilkraft der Natur - Heute schon im Wald gebadet?

Wir spüren es intuitiv: Im Wald zu sein, tut Körper und Seele gut. Es ist aber auch wissenschaftlich bewiesen. Japanische Ärzte haben dafür sogar einen eigenen Ausdruck kreiert: Shinrin Yoku - auf deutsch etwa: "Waldbaden". Aber was genau ist so heilsam daran? Wissenschaftler erklären es mit dem sogenannten "Biophilia-Effekt" - der Interaktion zwischen Mensch und Natur."

 

Bäume sind ein Jungbrunnen

Waldspaziergänge schützen das Herz-Kreislauf-System. Im Grünen schüttet unser Körper das Hormon DHEA, das in der Nebennierenrinde gebildet wird, vermehrt aus. Besondes bei Stress und mit zunehmendem Alter produziert der Körper weniger DHEA. Die Zeit im Wald unter Bäumen wirkt somit wie ein Jungbrunnen.

 

Wald ist seelenbalsam

Bei Aufenthalten im Wald wird der sogenannte Ruhenerv (Parasympatikus) aktiviert, der für unseren Stoffwechsel und den Aufbau körpereigener Ressourcen veranwortlich ist. Auch für die Entspannung und Erholung ist er zuständig. In der Atmosphäre eines Waldes sorgt dieser Ruhenerv dafür, dass Stresshormone reduziert werden und damit auch der Blutdruck sinkt.

 

Waldbaden als Therapie

Alle gesundheitsfördernden Effekte des "Waldbadens" sind wissenschaftlich belegt. In Japan  ist das Waldbaden längst eine anerkannte wissenschaftliche Disziplin, die an Universitäten und Hochschulen gelehrt und in Theorie und Praxis immer weiter erforscht wird.

Spaziergänge im Wald in Verbindung mit Atem- und Achtsamkeitsübungen sind die wichtigsten Faktoren dieser Waldtherapie.

In Deutschland wird an der Universität Rostock ein  zertifizierter Ausbildungsgang zum Waldtherapeuten entwickelt. Auf der Insel Usedom gibt es den ersten anerkannten Heilwald.

Höchst / Odenwald    ©photo petra mehrlein
Höchst / Odenwald ©photo petra mehrlein

Wald bei Höchst/Odenwald